LKW - Arbeitsbühne hilft bei Abrissarbeiten!
Am Samstag den 21. April ereignete sich ein Unfall auf der B8 in Hasselbach. Ein Lkw fuhr in eine Scheune und richtete erheblichen Sachschaden an.
Wegen Einsturzgefahr der Scheune musste schnellstens das Gebäude gesichert werden. Die Firma Beyer Mietservice - Spezialist bei Vermietung und Verleih von Hebebühnen - mit Ihrem großen Mietpark an Arbeitsbühnen konnte mit der LKW - Arbeitsbühne LB 170 TK einen großen Teil dazu beitragen. Durch die schmale Zufahrt zu dem beschädigten Gebäude war es nur mit diesem Steiger möglich dicht zum Unfallort zu gelangen.
Durch den wendigen Schwenkarm der LKW - Arbeitsbühne war es sehr einfach, an die verschiedenen Schadensstellen zu gelangen. Eine Fachkraft von Beyer - Mietservice bediente die LKW - Arbeitsbühne. So konnte man sicher auf Dachhöhe die erforderlichen Abrissarbeiten sofort mit dem Steiger beginnen.
Pressetext:
HASSELBACH. Nicht die B 8 holte sich ihren nächsten Unfall sondern ein Verkehrsteilnehmer bescherte der B 8 und den Hasselbacher Anwohnern den nächsten Schreck. Hasselbacher Bürger, die unmittelbar an der B 8 wohnen, waren gerade vom Schützenfest zurück und schickten sich an ins Bett zu gehen. Plötzlich, so eine Hasselbacherin, gab es einen fürchterlichen Knall und dann war ruhe. Der Blick aus dem Fenster zur Straße sagte das auf der anderen Straßenseite offensichtlich ein Brand ausgebrochen war. Eine dichte Qualmwolke wälzte sich über die Bundesstraße. Das Telefon wurde gegriffen und über die Polizei Altenkirchen die Feuerwehr gerufen.
Als sie anschließend beim Nachbarn ankamen merkten sie dass das keine Rauchwolke war sondern eine Staubwolke, die sich nun langsam legte. Hier brannte es nicht sondern ein riesiger, 18 Meter langer, Lastzug war in die Scheune gefahren. Im Innenhof erwarteten sie ein schlimmes Bild des Grauens, denn der Lkw war komplett durch das Gebäude gefahren. Doch Widererwartend war das Führerhaus noch relativ heil und der Fahrer auch nicht sichtlich verletzt. Was war geschehen. Ein Lastwagenfahrer aus dem Raum Aachen, war mit seinen langen Sattelzug von Weyerbusch kommend Richtung Hennef unterwegs. Nach eigenen Angaben habe er kurz einen Blackout, einen Sekundenschlaf gehabt. Ausgangs der unteren Linkskurve geriet sein Fahrzeug auf den Randstreifen. Beim Aufschlag auf den Bordstein wurde er wieder wach. Doch das Unheil nahm unbeirrt seinen Lauf.
Der vollbeladene Lkw schoss über die Wiese direkt auf das Gebäude zu, mähte Zäune und Straßenschilder um. Im Anblick jeden Moment auf das Mauerwerk aufzuprallen, sah der etwas ältere Fahrer das Scheunentor, geschlossen. Besser als die Mauer habe er noch gedacht und darauf zugehalten. Der Lastzug passte millimetergenau in die Öffnung. Riss die Torflügel samt Aufhängung mit, brach im Inneren Wände zur Seite, riss Dachgebälk mit sich. Das durchschlug teilweise das Dach und bohrte sich in die Ladefläche des Aufliegers. Der im Innenraum der Tenne stehende landwirtschaftliche Anhänger wurde durch die Wucht des Aufpralls in den Innenhof geschleudert. Ein, in der Nebeneinfahrt abgestellter Personenwagen wurde vom Anhänger und dem herausgerissenen Scheunentor getroffen, gegen eine Wand gedrückt und stark beschädigt. Diesem Trümmerhaufen entstieg der Lkw Fahrer reichlich benommen aber unverletzt. Der Lkw hatte alle vier Auflager der tragenden Dachkonstruktion weggerissen oder stark beschädigt. Holzteile waren aus dem Dachstuhl herausgebrochen und -gerissen worden. Die Feuerwehr Weyerbusch sperrte die Hasselbacher Hauptstraße, die B 8 wurde nur kurzzeitig bei der Bergung voll gesperrt. Sie nahm die Sicherung der Unfallstelle vor und die Schadensbilanz und Schadensstruktur auf. Die Schnelle Einsatzgruppe wurde alarmiert wie auch das THW in Betzdorf. Das RWE rückte an und kappte die Stromzuführung zur Straßenlampe die unmittelbar neben der Scheune stand. In Zusammenarbeit aller drei Einsatzgruppen wurde die Lage sondiert und die Bergung vorbereitet.
Kurz nach 7 Uhr war es soweit. Teils durch das Abschleppunternehmen gezogen und teils durch die verunglückte Zugmaschine kam das Gespann wieder frei. Großräumig sperrte das THW sicherheitshalber wegen Einsturzgefahr den Gebäudebereich ab. (wwa) Mitten duch die Scheune war der 18 Meter lange Sattelzug gerast. Trümmer bedeckten den Vorplatz und den Straßenraum Der landwirtschaftliche Anhänger war durch die Wucht des Aufpralls in den Hof geschleudert worden und dort auf einen Pkw geprallt. Das Holz der Scheunentore hatte den Fahrer vor Verletzungen geschützt. Unverletzt entstieg der Fahrer der zertrümmerten Fahrzeugkabine. Die Männer des Löschzuges Weyerbusch stellen die Schäden an der Dachkonstruktion fest. Das THW Betzdorf entfernt Dachteile. THW und SEG planten sorgfältig mit Unterstützung der FFW die Bergung. Nach fünf Stunden konnte der Lkw aus dem Gebäude entfernt werden. Die Hasselbacher Bürger hatten wieder eine spannende Nacht hinter sich. Der Lkw hat die Scheune völlig zerstört und hinterließ eine einsturzgefährdete Ruine.
Foto 1,2 und Pressetext: Wachow